Nach Protesten für bezahlbaren Wohnraum, die seit Anfang Oktober in Lissabon und Porto stattfinden und inzwischen auch Faro erreicht haben, schließt sich nun Portimão der Bewegung an. Für Samstag, den 7. November, ist ab 18 Uhr ein Protestcamp auf der Praça do Município geplant.
Dazu aufgerufen haben die Organisatoren nach einer ersten Bürgerversammlung (Assembleia Popular), die am 1. November in Portimão stattfand. Das Programm des Protestcamps umfasst kulturelle Aktivitäten, eine Volksküche und eine weitere Bürgerversammlung. Die Teilnehmer sind aufgerufen, Zelte mitzubringen und vor Ort zu übernachten.
Mit dem Protest will sich Portimão einer landesweiten Bewegung für das Recht auf Wohnen anschließen. Zugleich wollen die Organisatoren die Proteste stärker in die Regionen tragen, denn die Probleme beim Zugang zu bezahlbarem Wohnraum hätten in der Algarve eine eigene, seit Jahrzehnten bestehende Dimension.
Portimão gehöre zu den Städten mit den höchsten Wohnkosten des Landes, heißt es in der Pressemitteilung. Verschärft werde die Lage durch den saisonalen Tourismus: Nicht selten würden Wohnungen nur von September bis Mai vermietet. Während der Sommermonate müssten die Bewohner ausziehen, um Platz für Touristen zu machen. Zwar werde viel gebaut, doch entstünden vor allem Hotels und private Wohnanlagen, kritisieren die Organisatoren.

