Die Umweltorganisation Zero warnt vor einer weiteren Verschlechterung des Zustands der Flüsse und Grundwasservorkommen auf dem portugiesischen Festland. Die bislang vorgelegten Maßnahmen für den kommenden Planungszeitraum seien weder ausreichend finanziell abgesichert noch mit konkreten Umsetzungsgarantien versehen.
Nach Angaben von Zero zeigen die Unterlagen für den 4. Zyklus der Bewirtschaftungspläne für die Flussgebietseinheiten (PGRH) 2028 bis 2033, dass sich der Zustand der Gewässer im Verlauf der bisherigen Planungszyklen verschlechtert hat. Gleichzeitig würden die für den 3. Zyklus festgelegten Umweltziele voraussichtlich nicht erreicht. Als Gründe nennt die Umweltorganisation u. a. unzureichende Investitionen, zu allgemein formulierte Maßnahmen sowie fehlende verbindliche Zusagen der betroffenen Wirtschafts- und Verwaltungsbereiche. Auch klare Strukturen für die Steuerung und Kontrolle der Maßnahmen fehlten.
Besonders kritisch bewertet Zero die bisherige Umsetzung. Den vorliegenden Daten zufolge wurden 2022 und 2023 lediglich rund 12 % der vorgesehenen finanziellen Mittel tatsächlich eingesetzt. Insgesamt wurden 315 Maßnahmen verschoben, während lediglich 58 als umgesetzt registriert wurden.
Zero fordert für den nächsten Planungszyklus konkrete und messbare Ziele, verbindliche Fristen, gesicherte Finanzierungen sowie eine wirksame Kontrolle der Umsetzung. Gerade angesichts zunehmender Belastungen der Wasserressourcen sei eine verlässliche Planung entscheidend.

