Die Stadt Faro hat die Verwaltung des seit fast zehn Jahren kaum genutzten Handelshafens übernommen und plant dort den „Hub Mar“ mit Platz für 500 Boote, einem Öko-Hotel, Nautikzentrum, Ausstellungs- und Forschungsbereichen. Bürgermeister António Pina kündigte eine der besten Naturmarinas des Landes an; die Umweltverträglichkeitsprüfung soll im Oktober oder November beginnen.
Zudem plant die Stadt einen zweiten Freizeithafen vor der bestehenden Marina, mit Schwerpunkt auf lokaler Freizeitschifffahrt, traditionellen Booten und Ausflugsanbietern in der Ria Formosa. Dieses Projekt ist jedoch Gegenstand eines Rechtsstreits: Das Verwaltungs- und Finanzgericht Loulé gab im Dezember einer einstweiligen Verfügung von Umweltverbänden statt und stoppte damit vorläufig die geplanten Arbeiten. Die Verbände haben zudem eine Popularklage eingereicht, mit der sie die endgültige Aufhebung des Projekts wegen Verfahrensmängeln und einer aus ihrer Sicht fehlenden umfassenden Umweltverträglichkeitsprüfung erreichen wollen. Das Verfahren läuft noch.
Die neuen Pläne für den Handelshafen knüpfen an frühere Konzepte an. Bereits 2017 schlug das Meereswissenschaftszentrum CCMAR der Uni Algarve mit „FarFormosa“ ein Forschungszentrum, ein Aquarium zur Ria Formosa, einen Universitätscampus, eine Marina mit 400 Liegeplätzen, Hotels und ein Kongresszentrum vor. Auch die 2025 verabschiedete Regierungsstrategie „Portos 5+“ sah für den Handelshafen eine Nutzung für nautische, Freizeit- und Aktivitäten der blauen Wirtschaft vor.

