Die Umweltorganisation Zero und das Centro Pinus warnen, dass Portugal wegen erheblicher Verzögerungen bei der Umsetzung von Fördermaßnahmen im Strategischen Plan der Gemeinsamen Agrarpolitik (PEPAC) wichtige EU-Mittel für den Forstsektor verlieren könnte. Zwar wurden bereits vier Ausschreibungen abgeschlossen, über keinen der eingereichten Förderanträge wurde jedoch bislang entschieden. Teilweise warten Antragsteller seit fast einem Jahr auf eine Rückmeldung, obwohl eine Bearbeitungszeit von 60 Tagen vorgesehen war.
Die beiden Organisationen fordern von der PEPAC-Verwaltungsbehörde und dem Naturschutzinstitut ICNF einen Maßnahmenplan zum Abbau des Rückstaus. Besonders kritisch sei, dass bereits 2024 rund 44 % der ursprünglich für den Forstbereich vorgesehenen Mittel wegen der schleppenden Mittelabwicklung auf andere PEPAC-Maßnahmen umverteilt wurden. Dies gefährde die Ziele des portugiesischen Waldplans bis 2050. Zero und Centro Pinus verlangen daher schnellere Genehmigungsverfahren und zügige neue Förderaufrufe.

