Das Rathaus von Vila Real de Santo António (VRSA) hat eines der größten Programme zur Sanierung von Sozialwohnungen ihrer Geschichte gestartet. Insgesamt werden 372 Wohnungen in acht Stadtvierteln umfassend modernisiert. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund € 50 Mio. und wird vollständig aus EU-Mitteln finanziert.
Den Auftakt bilden die Bauarbeiten im Viertel Manta Rota. Dort erfolgt die Sanierung abschnittsweise in zwei Wohnblöcken. Um die Belastung für die Bewohner möglichst gering zu halten, wurden die Familien des ersten Blocks vorübergehend in mobile Unterkünfte umgesiedelt, die ihnen erlauben, im gewohnten Umfeld zu bleiben. Die Arbeiten an diesem Gebäude sollen rund drei Monate dauern, anschließend folgt der zweite Block. Dieses gestufte Vorgehen soll auch in den übrigen sozialen Wohnquartieren angewendet werden, um soziale Stabilität und Planungssicherheit zu gewährleisten.
Das Programm sieht eine tiefgreifende bauliche Erneuerung vor. Dazu gehören strukturelle Verstärkungen, Verbesserungen beim Wärme- und Schallschutz, die vollständige Erneuerung technischer Leitungen, die Abdichtung der Dächer sowie eine Steigerung der Energieeffizienz der Wohnungen um mindestens zehn Prozent.
Finanziert wird das Projekt über den nationalen Aufbau- und Resilienzplan (PRR) sowie das Wohnungsbauprogramm 1.º Direito. Ziel ist es, jahrzehntelang aufgelaufene Defizite im sozialen Wohnungsbau zu beheben und die Lebensbedingungen von mehreren hundert Familien nachhaltig zu verbessern. Der größte Anteil der Investitionen entfällt auf das Viertel Santo António, gefolgt von Barquinha, Caminhos de Ferro, Navegantes Encalhe, Caixa de Previdência, Manta Rota sowie weiteren, über das Stadtgebiet verteilten Wohnungen.

