Zehn Umweltorganisationen fordern die dringende Einstufung der Lagoa dos Salgados bei Armação de Pêra als nationales Naturreservat. Anlass war ein neuer Fall von Tiersterben in der Ribeira de Alcantarilha am Ostende von Armação, den die Verbände auf den niedrigen Sauerstoffgehalt des Wassers in Verbindung mit hohen Temperaturen zurückführen.
Die Umweltschützer sehen den Vorfall als weiteres Zeichen für eine fehlende vorbeugende und ganzheitliche Bewirtschaftung der Feuchtgebiete in der Algarve. Ähnliche Fälle habe es bereits an der Lagoa dos Salgados gegeben. Beide Gebiete müssten daher gemeinsam betrachtet werden, statt nur punktuell auf akute Notlagen zu reagieren.
Die seit 2021 geplante Reserva Natural umfasst mehr als 400 ha zwischen der Ribeira de Alcantarilha im Westen und der Lagoa dos Salgados beziehungsweise Ribeira de Espiche im Osten. Einbezogen werden sollen auch das Dünensystem und angrenzende landwirtschaftliche Flächen.
Die Organisationen fordern neben der raschen Ausweisung einen integrierten Managementplan und eine kontinuierliche Überwachung der Wasserstände und -qualität. Zudem müssten Maßnahmen für Dürreperioden, extreme Temperaturen und Sauerstoffmangel vorbereitet werden. Gefordert wird eine dauerhafte Zusammenarbeit zwischen der Umweltagentur, den Naturschutzbehörden und den Gemeinden Silves und Albufeira.
Nach Ansicht der Verbände würde der Schutzstatus zwar Extremereignisse wie Dürre oder hohe Temperaturen nicht verhindern. Er könnte jedoch eine wissenschaftlich fundierte Bewirtschaftung mit klaren Schutzzielen ermöglichen.

