Das Museum von Portimão öffnet seine Türen für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen. Vom 19. Oktober bis zum 23. November finden im Rahmen des Projekts „Marcar o Lugar – Encontros no Museu“ sechs wöchentliche Treffen statt. Die Veranstaltungen werden montags von 14.30 bis 16.30 Uhr angeboten. Die Teilnahme ist kostenlos. Das Programm richtet sich an kleine Gruppen von jeweils 10 bis 12 Personen. Teilnehmen können Menschen mit einer leichten bis mittelschweren Demenz gemeinsam mit ihren Betreuungspersonen. Ziel ist es, durch kulturelle Erlebnisse das Wohlbefinden zu stärken, den Austausch zu fördern und soziale Ausgrenzung zu verhindern. Die Treffen führen an verschiedene Orte, die mit dem kulturellen Erbe und der Geschichte der Region verbunden sind. Dazu gehören die ehemalige Fischversteigerungshalle Antiga Lota in Portimão, das Museum selbst und das Interpretationszentrum für Rettungsboote in Alvor. Auch die Umgebung des Museums wird in das Programm einbezogen.
Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit der portugiesischen Alzheimer-Vereinigung Alzheimer Portugal und wird wissenschaftlich und fachlich von der Vereinigung sowie dem Institut für Biomedizinische Wissenschaften der Katholischen Universität Portugal begleitet. Portimão ist das erste Museum an der Algarve, das sich daran beteiligt. Entwickelt wurde das Konzept gemeinsam vom MAAT, dem Museum für Kunst, Architektur und Technologie in Lissabon, dem Museu de Lisboa, Alzheimer Portugal, der Organisation Acesso Cultura und der Katholischen Universität. Erste Pilotprojekte fanden 2021 und 2022 statt. Die Erfahrungen zeigten positive Auswirkungen auf Stimmung und Wohlbefinden sowie auf die Beziehung zwischen Betroffenen und ihren Angehörigen. Mit der Teilnahme knüpft das Museum an die Arbeit von Alzheimer Portugal an, die mit ihrem Regionalverband an der Algarve bereits in Portimão vertreten ist.

