Lagos war vor wenigen Tagen Endstation einer außergewöhnlichen europäischen Bahnreise: Der britische Bahnexperte und Aktivist Jon Worth hat am 15. September in Lagos seine Initiative #CrossBorderRail – Longest Train Journey in the EU abgeschlossen. Er war am 7. September im finnischen Kemijärvi gestartet und legte auf der nach eigenen Angaben längsten möglichen Zugreise innerhalb der EU mehr als 6.000 Kilometer zurück.
Kemijärvi und Lagos gelten als die am weitesten voneinander entfernten Orte in der EU, die durch reguläre Zugverbindungen miteinander verbunden werden können. Möglich wurde die durchgehende Verbindung in diesem Jahr durch die Wiederaufnahme des Personenverkehrs auf der grenzüberschreitenden Strecke zwischen Tornio in Finnland und Haparanda in Schweden.
Mit der Reise wollte Worth nicht nur eine Zeitmarke setzen, sondern auch auf das Potenzial und die Schwierigkeiten grenzüberschreitender Bahnverbindungen in Europa aufmerksam machen. Dazu zählen unter anderem die Abstimmung zwischen verschiedenen Bahnbetreibern und Fahrplänen, einheitliche Fahrkarten sowie die Verknüpfung der Verbindungen über Ländergrenzen hinweg.
Die Stadt Lagos begrüßte die Wahl als Zielort der europäischen Bahnreise. Damit rückt die Algarve-Stadt symbolisch als südlicher Endpunkt einer mehr als 6.000 Kilometer langen Eisenbahnverbindung vom hohen Norden Finnlands bis nach Portugal in den Fokus.
Weitere Informationen zur Reise und zu künftigen Projekten unter CrossBorderRail.

