Am Algarve-Flughafen Faro kommt es bei der seit einer Woche verpflichtenden Erfassung biometrischer Daten zu größerem Druck. Während die Kontrollen an den übrigen portugiesischen Flughäfen weitgehend reibungslos laufen, sei die Situation in Faro angespannter, sagte João Ribeiro, stellvertretender nationaler Direktor der portugiesischen Polizei PSP und Leiter der Abteilung für Ausländer und Grenzkontrollen (UNEF). Als Gründe nannte Ribeiro unter anderem Wetterbedingungen und gebündelte Flugverspätungen. So seien zuletzt innerhalb von 25 Minuten mehr als zehn Maschinen gelandet – überwiegend mit britischen Passagieren. Dies habe zu einer erheblichen Belastung der Grenzkontrollen geführt. Seit dem 6. September werden an portugiesischen Flughäfen bei allen Reisenden aus Ländern außerhalb des Schengen-Raums und der EU unter anderem Fotos und Fingerabdrücke erfasst. Die Maßnahme ist Teil des EU-Einreise-/Ausreisesystems EES, das seit Oktober 2025 schrittweise eingeführt wird.
Nach Angaben der PSP arbeiten inzwischen 1.504 Polizisten an den Flughäfen des Landes im Bereich Sicherheit und Grenzkontrolle, davon 215 in Faro. Die Behörde sieht sich derzeit bei rund 80 % der empfohlenen Kapazität. Ribeiro betonte jedoch, dass trotz aller Maßnahmen keine absolute Garantie gegen künftige Engpässe möglich sei.

