Die Kapitalübertragungen in Kulturprojekte zur Erlangung sogenannter „Vistos Gold“ (Goldene Visa) haben im Jahr 2025 deutlich zugenommen. Nach Angaben des Ministeriums für Kultur belief sich das Volumen auf 46,8 Millionen Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 298 Prozent gegenüber den 11,7 Millionen Euro im Vorjahr.
Damit wurde der bislang höchste jährliche Investitionswert seit Einführung des Instruments im Jahr 2020 erreicht. Das Programm sieht die Vergabe der Aufenthaltsgenehmigung für Investitionstätigkeit – umgangssprachlich „Goldenes Visum“ – bei Kapitaltransfers von mindestens 250.000 Euro in den Kulturbereich vor. Insgesamt wurden über diesen Mechanismus bislang 66,4 Millionen Euro mobilisiert.
Im vergangenen Jahr wurden 211 Bescheinigungen ausgestellt, die die tatsächliche Kapitalübertragung im Rahmen entsprechender Kulturinitiativen bestätigen. 2024 lag diese Zahl noch bei 50.
Die meisten Antragsteller stammen aus den Vereinigten Staaten. Es folgen Investoren aus China und Indien.
Das Programm der „Goldenen Visa“, das 2012 eingeführt wurde, erfuhr 2023 tiefgreifende Änderungen. So wurde insbesondere die Immobilieninvestition – etwa der Erwerb von Wohnraum – als Zugangsvoraussetzung für eine Aufenthaltsgenehmigung abgeschafft, um der Immobilienspekulation entgegenzuwirken. Investitionen in den Kulturbereich, in künstlerische Produktion sowie in die Sanierung von Kulturerbe bleiben jedoch weiterhin zulässig und verzeichnen seither einen deutlichen Anstieg.

