Portugal hat sich in den letzten Jahren zu einem der führenden Länder Europas bei den erneuerbaren Energien entwickelt. Dank Investitionen und günstiger geografischer Bedingungen stammt ein großer Teil des Stroms bereits aus sauberen Quellen. 2024 erreichte der Anteil erneuerbarer Energien einen Höchstwert von 86 % und trug wesentlich zur Verringerung der Treibhausgasemissionen bei.
Die Energiepolitik der Regierung fördert konsequent den Ausbau von Wind-, Solar- und Wasserkraft und reduziert den Energieimportbedarf. Portugal gilt als Beispiel für eine gelungene Energiewende, mit klaren Zielen für 2030.
Im Bereich der Kreislaufwirtschaft – Wiederverwendung von Materialien, Abfallvermeidung und Ressourcenschonung – kommt das Land jedoch nur langsam voran. Viele Maßnahmen des nationalen Aktionsplans wurden noch nicht umgesetzt, sodass Potenziale zur Effizienzsteigerung ungenutzt bleiben.
Portugal steht daher vor der Herausforderung, nicht nur die Energieversorgung zu dekarbonisieren, sondern auch Materialkreisläufe zu schließen und nachhaltige Produktions- und Konsummuster zu etablieren – zentrale Voraussetzungen, um Klimaziele und Umweltstandards zu erreichen.

