Würde die Weltbevölkerung so leben wie die von Portugal, wären die natürlichen Ressourcen für das Jahr 2025 bereits Anfang Mai aufgebraucht. Laut dem Global Footprint Network fiel Portugals Erdüberlastungstag auf den 5. Mai – 23 Tage früher als 2024.
Grund dafür war jedoch nicht ein drastischer Anstieg des Konsums, sondern vor allem Änderungen der für die Berechnung verwendeten Daten, etwa eine geringere CO2-Aufnahme der Ozeane, die den ökologischen Fußabdruck stärker gewichteten. Ohne diese Datenanpassung hätte Portugal seine Ressourcen erst am 29. Mai verbraucht – einen Tag später als im Vorjahr. Die tatsächlichen Verbrauchswerte zeigen also einen leichten Rückgang.
Besonders ins Gewicht fallen der Lebensmittelkonsum (30 %) und die Mobilität (18 %), wie die Umweltorganisation Zero betont. Das derzeitige Konsum- und Produktionsmodell sei nicht nachhaltig: Würde die Welt wie Portugal leben, bräuchten wir 2,9 Erden. Zero fordert daher eine Stärkung der Kreislaufwirtschaft sowie nachhaltige Mobilitäts- und Ernährungssysteme.
Auch die Europäische Union hat ihren Erdüberlastungstag bereits überschritten – am 29. April. Deutschlands fiel auf den 3. Mai, einen Tag später als 2024, Österreichs auf den 29. März. Den frühesten Erdüberlastungstag verzeichnete Katar (6. Februar), den spätesten Uruguay (17. Dezember).
Das Global Footprint Network vergleicht mit dem Erdüberlastungstag die menschliche Nachfrage nach natürlichen Ressourcen mit der Biokapazität der Erde – gemessen in sogenannten globalen Hektar.

