Symbolfoto: Andreas Gücklhorn / Unsplash
Die portugiesische Umwelt- und Energieministerin hat angekündigt, dass Portugal sein Ziel, 80 % des Strombedarfs durch erneuerbare Energien zu decken, bereits ein Jahr früher erreichen könnte als geplant.
Ursprünglich war dieses Ziel im Nationalen Energie- und Klimaplan (PNEC) für das Jahr 2026 festgelegt worden. Der Plan sieht außerdem eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um 55 % bis 2030 vor.
„Wir verzeichnen in den ersten Monaten dieses Jahres sehr positive Ergebnisse“, erklärte Maria da Graça Carvalho am Rande der II. Energiekonferenz der Gemeinschaft der portugiesischsprachigen Länder (CPLP).
Insbesondere der Zuwachs bei Wasserkraft und Windenergie habe entscheidend zu diesem Fortschritt beigetragen. Die Ministerin zeigte sich zuversichtlich: „Es ist sehr wahrscheinlich, dass Portugal dieses ursprünglich für 2026 gesetzte Ziel noch in diesem Jahr erreicht.“
2024 stammten 71 % des verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Quellen – ein historischer Höchstwert. Den größten Anteil hatte dabei die Wasserkraft (28 %), gefolgt von Windkraft (27 %), Photovoltaik (10 %) und Biomasse (6 %). Strom aus nicht erneuerbaren Quellen, hauptsächlich Erdgas, machte nur 10 % des Verbrauchs aus. Die restliche Deckung des Bedarfs erfolgte über Stromimporte, die mit 10,5 TWh einen Rekordwert erreichten.
