Die Bauarbeiten an der geplanten Entsalzungsanlage bei Albufeira sollen Anfang September beginnen. Das kündigte die Umwelt- und Energieministerin Maria da Graça Carvalho im Juli an. Die Inbetriebnahme ist für Mitte 2027 vorgesehen – rund eineinhalb Jahre nach Baubeginn.
„Die Umweltverträglichkeitsprüfung befindet sich in der Endphase und soll am 28. August abgeschlossen sein. Der Baustart ist für Anfang September geplant“, erklärte die Ministerin.
Der Auftrag über Planung, Bau und Betrieb der Entsalzungsanlage war bereits im Oktober vergangenen Jahres vergeben worden – trotz zahlreicher Einsprüche gegen das Projekt. Carvalho betonte damals, dass diese juristischen Einwände den Beginn der Arbeiten nicht verhindern würden, da die Anlage Teil des Aufbau- und Resilienzplans (PRR) war. Später wurde sie jedoch auf einen anderen Fonds übertragen, da die Umsetzung bis 2026 nicht realisierbar war.
Deutlich schleppender verläuft der Fortschritt beim zweiten großen Wasserinfrastrukturprojekt in der Region: die Wasserentnahme bei Pomarão mit Umleitung zum Stausee von Odeleite. Auch dieses Vorhaben war zunächst im PRR vorgesehen und ist Teil des Regionalplans für Wassereffizienz. „Beim Pomarão-Projekt lief die erste Ausschreibungsphase gut, aber in der zweiten gab es keine Angebote. Wir müssen die Ausschreibung wiederholen. Wenn alles gut läuft, können die Arbeiten im März 2026 beginnen“, so Carvalho. Die Bauzeit für dieses Projekt ist mit rund 900 Tagen angesetzt.
Foto: Umwelt- und Energieministerin Maria da Graça Carvalho

