Die portugiesische Regierung hat die „Portos 5+“-Strategie vorgestellt, die den Hafenbereich auf dem Festland in den kommenden zehn Jahren grundlegend modernisieren und ausbauen soll. Insgesamt sind Investitionen von € 4 Mrd. geplant – 75 % davon aus privater Hand. Zentraler Bestandteil der Strategie ist die Vergabe von 15 neuen Konzessionen mit einer Laufzeit von bis zu 75 Jahren. Ziel ist es, die Umschlagsmengen in den wichtigsten Seehäfen deutlich zu steigern: Bis 2035 sollen rund 125 Mio. t Fracht umgeschlagen werden, ein Plus von 50 % gegenüber 2023. Auch die Containerkapazität soll um 70 % wachsen, die Passagierzahlen um 30 % steigen. Ein ambitioniertes CO2-Reduktionsziel von 80 % ist ebenfalls Teil des Plans. Konkrete Maßnahmen umfassen den Ausbau des Terminals in Leixões, die Erweiterung des Ro-Ro-Terminals in Aveiro sowie Modernisierungen in Figueira da Foz, Lissabon und Setúbal. Portugals größter Hafen, d. h. der von Sines, soll mit dem neuen Terminal Vasco da Gama weiter ausgebaut werden.
Darüber hinaus sieht die Strategie € 250 Mio. für Dekarbonisierung und nachhaltige Energieversorgung vor, unter anderem mit elektrischen Landstromanschlüssen. Weitere € 300 Mio. fließen in die Verbesserung der Anbindung durch Schiene und Wasserwege, während € 70 Mio. für Digitalisierung und Automatisierung vorgesehen sind.
Nicht zuletzt soll die Integration der Häfen in städtische Räume gestärkt und die Sicherheit verbessert werden. Dazu werden Kompetenzen auf verschiedene Kommunen übertragen, darunter Lissabon, Almada und Setúbal.
Mit „Portos 5+“ setzt Portugal auf eine starke maritime Infrastruktur als Motor für Wirtschaft und Nachhaltigkeit in den kommenden Jahrzehnten.

