Von den 38 marokkanischen Migranten, die am 8. August in Vila do Bispo an Land gegangen sind, haben 33 Asylanträge gestellt. Damit ist das Verfahren zur zwangsweisen Abschiebung vorerst ausgesetzt, teilte die Polizei PSP mit.
Nach Angaben der PSP werden die Anträge nun von der Agentur für Integration, Migration und Asyl (AIMA) geprüft. Bis zu einer Entscheidung bleibt das Abschiebeverfahren ausgesetzt.
Bereits am 9. August hatte das Amtsgericht Silves entschieden, dass die Migranten in Zentren für vorübergehende Unterbringung gebracht werden. Sollte kein freiwilliger Rückkehrwunsch bestehen, gilt für eine zwangsweise Rückführung eine gesetzliche Frist von 60 Tagen. Nach Angaben der PSP hat bislang keiner der Betroffenen seine Rückkehr nach Marokko erklärt.
Lediglich vier der 38 Personen konnten Ausweisdokumente vorlegen. Die portugiesischen Behörden führen deshalb gemeinsam mit der marokkanischen Botschaft in Lissabon weitere Identifizierungsverfahren durch. Nach eigenen Angaben handelt es sich bei allen um Staatsangehörige Marokkos.
Die Gruppe besteht aus 25 Männern, sechs Frauen und sieben Minderjährigen. Sie erreichte am Abend des 8. August mit einem Holzboot den Strand Boca do Rio in der Gemeinde Burgau (Vila do Bispo).
Bis zur Verlegung in die Unterbringungszentren in Porto und Faro waren die Migranten vorübergehend in einer Sporthalle in Sagres untergebracht.
