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In den letzten Jahren litt die Algarve unter extremer Dürre. 2024 führten die anhaltenden Trockenperioden sogar zur Einführung von Wassereinschränkungen. Für die Landwirtschaft, die etwa 70 % des gesamten Wasserverbrauchs in der Region ausmacht, sollte die Kürzung höher sein als für den menschlichen Konsum, was unter Landwirten für großen Unmut sorgte. Schließlich wurde festgelegt: Sowohl die Landwirtschaft als auch der Tourismussektor mussten ihren Wasserverbrauch um jeweils 13 % senken, während der städtische Verbrauch um 10 % reduziert wurde. Währenddessen forderten die Landwirte immer wieder den Bau neuer Stauseen, eine Wasserumleitung aus dem Alqueva-Stausee im Alentejo und die Wasserentnahme aus dem Guadiana-Fluss, um über mehr Wasser zu verfügen.
Nun übernimmt der wichtigste Bewässerungslandwirtschaftsverband der Ost-Algarve die Verwaltung von vier Stauseen in dem Gebiet. Diese erstrecken sich über insgesamt 140 ha und verfügen über ein Speichervolumen von 1,1 hm3. Es handelt sich um die Stauseen bei Pão Duro und Vaqueiros in der Gemeinde Alcoutim sowie bei Almada de Ouro und Caroucha in der Gemeinde Castro Marim.
Pedro Valadas Monteiro, Vizepräsident der regionalen Entwicklungskommission CCDR und Leiter des Fachbereichs Landwirtschaft und Fischerei, bezeichnete die Maßnahme als „symbolischen Schritt mit großer Bedeutung für die Wasserresilienz und das nachhaltige Management der Wasserressourcen in der Region“. Er betonte, dass die Übergabe das Ergebnis eines „konstruktiven Dialogs mit den bisherigen Betreibern“ sei, die sich bewusst dafür entschieden hätten, die Verantwortung auf eine „leistungsfähigere Struktur“ zu übertragen.
Trotz des Betreiberwechsels bleibt laut CCDR das ursprüngliche Ziel der Stauseen – dem öffentlichen Interesse zu dienen – erhalten. Auch die gesetzlichen Vorgaben würden weiterhin eingehalten. Die Maßnahme solle darüber hinaus dazu beitragen, die Region besser auf zukünftige klimatische Herausforderungen vorzubereiten.

