Die Stadt Porto bewirbt sich um den Sitz der neuen Europäischen Zollbehörde (EUCA) und präsentierte ihre Kandidatur gemeinsam mit Außen- und Finanzministerium in Brüssel. Bürgermeister Pedro Duarte betonte, Porto verfüge über „außergewöhnliche Voraussetzungen“, um die Agentur im Laufe dieses Jahres aufzunehmen – sowohl aufgrund ihrer historischen Verbindung zu Handel und Zollwesen als auch wegen der guten Erreichbarkeit. Als Standort ist ein ehemaliges Industriegebiet vorgesehen, das nahe am Flughafen liegt und direkten Zugang zum Stadtzentrum bietet. Das Gebäude befindet sich kurz vor der Fertigstellung.
Portugal konkurriert mit acht weiteren Ländern, darunter Belgien, Frankreich, Spanien und Italien. Die Konkurrenz sei stark, räumte Duarte ein, dennoch zeige sich die Delegation optimistisch. In den kommenden Wochen prüft die EU-Kommission alle Bewerbungen, bevor Rat und Parlament voraussichtlich im Februar entscheiden. Die neue Behörde soll ab diesem Jahr das zollbehördliche Risikomanagement der Mitgliedstaaten koordinieren.
Portugal beherbergt bereits zwei EU-Agenturen in Lissabon, hofft aber nach dem gescheiterten Versuch um die Arzneimittelagentur erneut auf den Zuschlag.

