Vom 8. – 11. Oktober wird Faro zum Treffpunkt für Kunst, Stadt und Gemeinschaft. Bei der sechsten Ausgabe der Open Studios Faro (OSF2026) öffnen insgesamt 29 Ateliers, Kreativorte und öffentliche Räume ihre Türen. Mehr als 80 lokale und internationale Künstler präsentieren Ausstellungen, Installationen und verschiedene Mitmachangebote.
Unter dem Motto „Die Kunst, eine Stadt im Wandel zu leben“ bringt das biennale Festival die Kunst an unterschiedliche Orte in Faro – von den Straßen der Stadt bis zur Ria Formosa.
Den Auftakt bildet am 8. Oktober „Esta Rua, Outra Rua“ von Vasco Célio in der Rua Ferreira Neto. Die Fotoinstallation nimmt einen Ort in den Blick, der vor einer Veränderung steht, und fragt danach, was von einem Stadtviertel bleibt, wenn sich seine Umgebung wandelt.
Am Freitag folgt um 17 Uhr in der Galerie GAMA RAMA die Eröffnung von „O Jardim que Não Vemos“ von Annegret Kellner. Die Ausstellung richtet den Blick auf Dinge, die sich der unmittelbaren Wahrnehmung entziehen.
Zum Programm gehört auch „Pintar À Vela“ des Künstlers Ângelo Gonçalves im Ginásio Clube Naval de Faro. Bei der gemeinschaftlichen Malaktion können Familien Segel gestalten, die anschließend auf Booten über die Ria Formosa fahren und so zu einer bewegten Kunstinstallation werden.
Bei „Crochet Fora do Comum“ von Rita Kroh wird wiederum die traditionelle Handarbeit zum Instrument für Begegnung und gemeinschaftliche Gestaltung. Als Grundlage dient die Poesie von António Ramos Rosa.
Für einen spektakulären Moment dürfte „Nimbus“ von Berndnaut Smilde sorgen: In der Torre da Horta dos Cães lässt der Künstler eine seiner berühmten künstlichen Wolken entstehen. In der Ermida de Santo António do Alto untersucht Mateus Verde in „Diálogo“ den Klang als künstlerisches Material.
Auch die Verbindung von Kunst, Technologie und Handwerk spielt eine Rolle. Nuno Filipe Martins präsentiert im neuen INTERFACE – Laboratório de Tradução Digital des CIAC/Universidade do Algarve die interaktive und immersive typografische Installation „DATA“. Teresa Horta Conceição und Luisa Duarte verbinden in einer Künstlerresidenz zeitgenössische Kunst mit der traditionellen Arraiolos-Sticktechnik.
Weitere Projekte sind „Superfície Viva“ von Márcia Sousa und Margarida Mendes, eine Live-Collage an einer Gebäudefassade, sowie „Faro Road Map“, ein von Halina Magdalena Ekberg geleitetes Gemeinschaftsprojekt.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den sonst verborgenen Seiten des künstlerischen Schaffens. Am Samstag und Sonntag ermöglichen Sonderführungen durch die Depots des Stadtmuseums Faro und die Restaurierungswerkstatt Einblicke in normalerweise nicht zugängliche Bereiche. Am Sonntag geht es bei der Gesprächsrunde „O Processo É Obra“ um 16 Uhr in der Galeria Municipal Trem um den Entstehungsprozess von Kunst – von Materialien und Entscheidungen bis zu Fehlern und Umwegen.
Den Abschluss bildet am Sonntag um 19 Uhr die Sociedade Recreativa Artística Farense (S.R.A.F. – „Os Artistas“). Der traditionsreiche Kultur- und Vereinsort war mehrere Jahre wegen Sanierungsarbeiten geschlossen und öffnet nun wieder seine Türen. Damit wird die Wiedereröffnung selbst Teil eines Festivals, das sich mit Veränderung und dem beschäftigt, was von einer Stadt erhalten bleibt.
Das vollständige Programm, eine Übersicht der teilnehmenden Künstler und weitere Informationen unter: openstudiosfaro.com/edicao-2026. Aktuelle Informationen gibt es außerdem auf Instagram unter @openstudios_faro.

