Zwei Bürgermeister aus der Algarve sollen künftig im EU-Ausschuss der Regionen in Brüssel mitwirken. Nach Angaben ihrer Kommunen wurde der Präsident von Lagoa, Luís Encarnação, als ordentliches Mitglied nominiert. Die Präsidentin von Castro Marim, Filomena Sintra, ist als stellvertretendes Mitglied vorgesehen.
Die Vorschläge stammen vom Nationalen Verband der portugiesischen Gemeinden (ANMP), der die Vertreter der kommunalen Ebene für das EU-Gremium benennt. Die formelle Ernennung erfolgt anschließend durch die portugiesische Regierung beim Rat der Europäischen Union. Für die Mandatsperiode 2025 bis 2030 wird Portugal voraussichtlich rund 20 ordentliche und stellvertretende Mitglieder in den Ausschuss entsenden.
Der Ausschuss der Regionen ist ein beratendes Organ der Europäischen Union, das die Interessen lokaler und regionaler Gebietskörperschaften vertritt und Stellungnahmen zu EU-Gesetzgebungsvorhaben abgibt.
Für Castro Marim hat die Nominierung besonderen Stellenwert: Erstmals ist die Gemeinde auf dieser Ebene in einer EU-Institution vertreten. In einer Mitteilung hebt die Stadtverwaltung hervor, dies biete die Chance, die Perspektiven kleinerer, peripherer Kommunen im europäischen Kontext sichtbarer zu machen, die Stimme der Algarve zu stärken und neue Netzwerke für eine ausgewogene Entwicklung zu knüpfen.
In Lagoa wird die Nominierung als Anerkennung der kommunalen Arbeit gewertet. Zugleich eröffne sie die Möglichkeit, die Präsenz portugiesischer Gemeinden – insbesondere der Algarve – in europäischen Entscheidungsprozessen zu stärken, in denen Politiken mit unmittelbaren Auswirkungen auf Regionen und ihre Bevölkerung verhandelt werden.

