Die Galerie GAMA RAMA in Faro zeigt bis zum 19. Dezember die Ausstellung „O Jardim que Não Vemos“ („Der Garten, den wir nicht sehen“) der deutschen Künstlerin Annegret Kellner. Im Mittelpunkt stehen florale Stillleben und die Frage, wie der Mensch Natur darstellt, ordnet und wahrnimmt.
Ausgangspunkt der beiden Werkserien Picture Pigment und Deep Doodles sind florale Stillleben aus dem 17. Jahrhundert, die die Schönheit, Fülle und Zartheit der Pflanzenwelt feiern. Kellner greift gezielt in diese Darstellungen ein und verändert deren zentrales Element: die Blumen. Damit hinterfragt sie, wie Natur abgebildet, geordnet und verstanden wird.
Der Ausstellungstitel verweist auf die Dichtung Fernando Pessoas, insbesondere auf dessen Heteronym Alberto Caeiro, der sich dagegen wendet, in der Natur eine über ihre bloße Existenz hinausgehende Bedeutung zu suchen. Ein Baum oder eine Blume müsse nicht interpretiert werden, um zu existieren. Die Ausstellung lädt dazu ein, den Blick neu auszurichten – auf das Unsichtbare ebenso wie auf das, was sich unserer Wahrnehmung entzieht.
Annegret Kellner, 1979 geboren, lebt und arbeitet zwischen Amsterdam und Estoi. Bekannt ist sie vor allem für ihre fotografischen und skulpturalen Arbeiten, in denen sie sich mit den subtilen Spannungen zwischen domestizierten Pflanzen und den Eingriffen des Menschen auseinandersetzt.
Ihre Werke befinden sich in Sammlungen wie der Akzo Nobel Art Foundation, der KPMG Art Foundation und dem niederländischen Außenministerium.

