Das Stadtmuseum von Loulé ist in das Nationale Netzwerk für immaterielles Kulturerbe (RNPCI) aufgenommen worden. „Die Aufnahme würdigt das Engagement der Stadt für die Bewahrung von Traditionen und traditionellem Handwerkswissen, die die Identität der Region prägen“, erklärte Bürgermeister Telmo Pinto.
Loulé hat sein kulturelles Angebot in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut. Zum Stadtmuseum gehören unter anderem das Polo da Água in Querença, die Islamischen Bäder und das Herrenhaus der Barreto, das Museum der traditionellen Küche und das Museum der Trockenfrüchte. Hinzu kommen Werkstätten zu traditionellen Handwerksberufen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die kulturelle Bildungsarbeit, insbesondere für Schulen.
Das nationale Netzwerk dient dem Austausch von Wissen und Erfahrungen zur Bewahrung und Weitergabe des immateriellen Kulturerbes in Portugal. Es orientiert sich an den Grundsätzen der UNESCO und den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. Die Mitgliedschaft soll die Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Museen und Forschern fördern, bedrohtes Wissen erhalten und dessen Weitergabe an jüngere Generationen unterstützen. Nach Angaben der Stadt eröffnet sie zudem bessere Möglichkeiten für den Zugang zu nationalen und europäischen Kulturfördermitteln und kann einen nachhaltigen, regional verwurzelten Tourismus fördern.
Die Stadt sieht die Aufnahme auch als Bestätigung ihrer Kulturstrategie Loulé 2034, die Kultur und Identität als wichtige Grundlagen für eine nachhaltige Entwicklung und den Zusammenhalt der Region versteht. Zugleich soll sie die Bewerbung Loulés um den Titel Portugiesische Kulturhauptstadt 2028 stärken.

