Die Kinderarmut in Portugal ist zwar rückläufig, betrifft jedoch weiterhin mehr als 300.000 Kinder im Land. Darauf weist UNICEF Portugal laut einem Bericht des Radio- und Nachrichtensenders TSF hin.
Nach Angaben der Organisation ist in den vergangenen Jahren zwar ein positiver Trend bei der Verringerung der Kinderarmut zu beobachten, dennoch bleibe das Niveau hoch. Rund 300.000 Minderjährige lebten weiterhin in Armut, was anhaltende soziale Ungleichheiten widerspiegele.
UNICEF betont, dass Kinderarmut nicht nur ein Einkommensproblem sei, sondern sich auch in eingeschränktem Zugang zu angemessener Ernährung, Bildung, Gesundheitsversorgung, Wohnraum und Entwicklungschancen zeige. Diese Faktoren hätten langfristige Auswirkungen auf die Zukunft der betroffenen Kinder.
Die Daten stehen im Zusammenhang mit einer allgemeinen Verbesserung der Armutsrisikoquote in Portugal, die zuletzt auf den niedrigsten Stand der vergangenen zwei Jahrzehnte gesunken ist. Dennoch seien Kinder und Jugendliche weiterhin eine der am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen.
Die Organisation warnt zudem davor, dass Kinderarmut langfristige Folgen habe und soziale Ungleichheiten über Generationen hinweg verfestigen könne, wenn keine gezielten politischen Maßnahmen zur Unterstützung von Familien und zur Bekämpfung struktureller Benachteiligungen verstärkt würden.

