Die Gemeinden der Algarve schlossen sich dem Projekt „Life Coop Cortaderia“ zur Bekämpfung des invasiven Pampasgrases (Cortaderia selloana) an.
Die Art breitet sich in Portugal stark aus, verdrängt heimische Vegetation, verringert die Produktivität von Weiden und Wäldern, schädigt die Biodiversität, löst Allergien aus und beeinträchtigt durch die Verschlechterung der Naturlandschaften den Tourismus. Die Bekämpfung ist wirtschaftlich aufwendig. Das Projekt läuft über fünf Jahre (2023–2028) und wird von der EU mit rund € 3,8 Mio. gefördert. Ziel ist die Eindämmung der Pflanze im gesamten Atlantikbogen (Portugal, Spanien, Frankreich). Konkret sollen u. a. auf mindestens 1.000 ha die Bestände entfernt, Frühwarnsysteme eingerichtet sowie über 230 öffentliche und private Einrichtungen in einer Transnationalen Allianz vernetzt werden.
Die Algarve-Gemeinden wollen mit ihrem Beitritt dazu beitragen, die Kapazitäten für eine wirksamere Kontrolle der invasiven Pflanze zu stärken – durch geeignete Werkzeuge, Wissenstransfer, Früherkennung und Sensibilisierungskampagnen. Das Projektkonsortium umfasst insgesamt elf Partner aus Portugal, Spanien und Frankreich, darunter Behörden, Forschungseinrichtungen und Umweltschutzverbände.

