Portugal verstärkt 2026 den Kampf gegen Waldbrände. Im Fokus stehen schnellere Reaktionen, bessere Koordination und eine effektivere Erstbekämpfung.
Eine zentrale Neuerung ist der Ausbau des Einsatzes von Brandretardantien. Die chemischen Löschmittel werden künftig an fünf statt bislang einem Luftstützpunkt verfügbar sein. Zudem wurden Feuerwehr-Einsatzgruppen verstärkt und neu organisiert, um länger und autonomer operieren zu können.
Neu sind auch spezialisierte Analyse- und Aufklärungsteams in allen Unterregionen des Landes. Sie sollen Großbrände bewerten und Einsatzleitungen in Echtzeit informieren. Ergänzend dazu wird die Kommunikation der Einsatzkräfte durch zusätzliche Schulungen verbessert. In diesem Monat stehen rund 11.955 Einsatzkräfte, 2.031 Teams, 2.599 Fahrzeuge und 37 Luftfahrzeuge bereit. In der Hochrisikophase zwischen Juli und September wächst das Aufgebot auf mehr als 15.000 Einsatzkräfte und 81 Luftfahrzeuge. Erstmals werden dabei auch zwei Black-Hawk-Hubschrauber der Luftwaffe eingesetzt.
Besondere Aufmerksamkeit gilt der Region Leiria, wo Sturm Kristin große Mengen brennbaren Materials in den Wäldern hinterlassen hat.
Der Zivilschutz warnt, dass Portugal wegen des Klimawandels und der schnellen Regeneration abgebrannter Flächen weiterhin stark von Waldbränden bedroht bleibt. Neben zusätzlichen Einsatzmitteln seien auch Prävention und verantwortungsvolles Verhalten der Bevölkerung entscheidend.

