Die portugiesische Nationalgarde (GNR) hat im Jahr 2025 insgesamt 725 Betrugsfälle im Zusammenhang mit dem Kauf und der Anmietung von Immobilien registriert. Im Vergleich zu den 762 Fällen im Jahr 2024 entspricht dies einem leichten Rückgang von fünf Prozent. Dennoch bleibt das Phänomen landesweit verbreitet, insbesondere in touristischen Regionen und großen städtischen Zentren.
Regional führt der Bezirk Faro die Statistik mit 153 registrierten Straftaten (rund 21 % des landesweiten Gesamtaufkommens) an. Es folgen Setúbal mit 91 Fällen, Lissabon mit 86 sowie Braga und Porto mit jeweils 72. Weitere betroffene Bezirke sind Aveiro (46), Leiria (41), Santarém (38), Castelo Branco (21) und Viseu (20).
Die GNR weist zudem auf einen deutlichen Anstieg dieser Betrugsdelikte in einigen nördlichen und inneren Regionen hin. So verzeichnete Portalegre einen Zuwachs von 150 % (von vier Fällen im Jahr 2024 auf zehn im Jahr 2025), Viana do Castelo einen Anstieg von 89 % (von neun auf 17 Fälle), Leiria 78 % (von 23 auf 42) und Castelo Branco 75 % (von 12 auf 21).
Laut GNR besteht die typische Vorgehensweise der Täter darin, reale Immobilienfotos zu verwenden, um gefälschte Inserate mit deutlich unter dem Marktpreis liegenden Angeboten zu erstellen. Ziel ist es, potenzielle Opfer durch scheinbar besonders günstige Konditionen anzulocken und zu einer schnellen Anzahlung zu bewegen, ohne dass eine Besichtigung oder ein persönlicher Kontakt stattfindet.
Die Betrugsfälle werden häufig erst Monate später entdeckt, etwa wenn der Kontakt zum Anbieter abbricht oder sich herausstellt, dass die angegebene Immobilie nicht existiert oder nicht zur Vermietung steht.
Die GNR rät daher zur Vorsicht bei ungewöhnlich günstigen Angeboten, empfiehlt eine persönliche Besichtigung der Immobilie sowie die Überprüfung der Inserate, insbesondere durch den Vergleich von Bildern auf verschiedenen Plattformen. Zudem sollten Interessenten die Identität des Anbieters überprüfen und sicherstellen, dass der Name des Kontoinhabers mit dem des Anbieters übereinstimmt. Von sofortigen Anzahlungen unter Zeitdruck wird ausdrücklich abgeraten.

