Die portugiesische Polizei (PSP) hat an den Flughäfen Lissabon, Porto und Faro die Grenzkontrollen erneut angepasst. Hintergrund sind hohe Passagierzahlen im Schengen-Ausreiseverkehr sowie verlängerte Wartezeiten im Zusammenhang mit dem neuen EU-Einreise-/Ausreisesystem (EES).
Laut PSP-Intendant Sérgio Soares werde alles unternommen, um Wartezeiten zu begrenzen, ohne die Grenzsicherheit zu beeinträchtigen. Aufgrund der Situation wurde die biometrische Datenerfassung bei Abflügen an allen drei Flughäfen seit Beginn des heutigen Betriebs erneut ausgesetzt.
Die Maßnahme folgt auf eine bereits am Samstag vorgenommene temporäre Aussetzung, um verpasste Flüge infolge langer Schlangen zu vermeiden. Die Grenzkontrollen laufen weiterhin regulär, jedoch vorübergehend ohne biometrische Erfassung. Diese soll wieder aufgenommen werden, sobald es die Lage erlaubt.
„Die Aussetzung bleibt bestehen und wird derzeit überprüft, damit Passagiere ihre Flüge nicht verpassen“, so ein PSP-Sprecher gegen 11:45 Uhr.
Bei Ankünften verläuft der Betrieb laut PSP ruhig, dort wird die biometrische Erfassung regulär durchgeführt. Die Behörde arbeitet im Vollbetrieb, alle Grenzposten sind besetzt.
Das EES ersetzt den Passstempel durch digitale biometrische Daten (Gesichtsfoto und Fingerabdrücke) für Drittstaatsangehörige und wird seit Oktober 2025 schrittweise in der EU eingeführt. Seit der vollständigen Aktivierung am vergangenen Freitag kommt es insbesondere in Lissabon zu längeren Wartezeiten.

