Der Städtetag der Algarve (AMAL) hat einstimmig den Start eines neuen internationalen Vergabeverfahrens für den regionalen Busverkehr beschlossen. Der Auftrag hat ein geschätztes Volumen von rund € 108 Mio., läuft über acht Jahre und soll im Dezember 2026 in Kraft treten. Die Ausschreibung soll noch im Laufe dieses Monats veröffentlicht werden. Mit dem Schritt will der Städtetag die Mobilität im Algarve weiter verbessern und gleichzeitig den Übergang zu klimafreundlicheren Verkehrslösungen vorantreiben. AMAL wird damit zur ersten interkommunalen Gemeinschaft Portugals, die einen zweiten internationalen Wettbewerb für den Betrieb regionaler Busnetze startet.
Der neue Vertrag umfasst interkommunale Linien, kommunale Verbindungen in zwölf Städten, die diese Zuständigkeit an AMAL übertragen haben, sowie einige überregionale Strecken. In die Planung der künftigen Netzstruktur flossen Beiträge von Fachleuten, Institutionen, den 16 Kommunen der Region sowie von Fahrgästen ein. Berücksichtigt wurden dabei auch demografische und sozioökonomische Entwicklungen sowie die Siedlungsstruktur der Region.
Ein zentraler Bestandteil der Ausschreibung ist die Stärkung nachhaltiger Mobilität: Mehr als die Hälfte der eingesetzten Busse soll künftig mit alternativen, emissionsärmeren Antrieben fahren und damit zur Dekarbonisierung des Verkehrs in der Algarve beitragen.

