Die Zahl der in Portugal operierten Krebspatienten ist zwischen 2020 und 2024 um 67 % gestiegen, was mehr als 31.000 zusätzlichen Operationen entspricht. Allein zwischen 2023 und 2024 wurden fast 9.500 zusätzliche onkologische Eingriffe durchgeführt – ein Effekt des Programms OncoStop zur Reduzierung der Wartelisten. Dennoch bleibt die Einhaltung der garantierten maximalen Behandlungsfristen eine Herausforderung: 2024 wurden mehr als 20.000 Patienten, rund ein Viertel aller Fälle, erst nach Ablauf der vorgesehenen Frist operiert.
Parallel dazu steigt die Zahl der Behandlungen mit Chemotherapie, Immuntherapie und Radiotherapie kontinuierlich, meist ambulant. 2024 wurden über 400.000 Menschen behandelt, ein Plus von rund 10 %. Auch der Zugang zu innovativen Therapien wie CAR-T-Zellbehandlungen wurde ausgeweitet.
Positiv bewertet die Generaldirektion für Gesundheit DGS zudem den Rückgang des Sterberisikos durch bösartige Tumoren bei unter 75-Jährigen zwischen 2019 und 2023. Verbesserte Vorsorge, frühere Diagnosen und wirksamere Therapien zeigen Wirkung. Die Fünfjahresüberlebensraten bei Brust- und Prostatakrebs liegen mit über 90 beziehungsweise 96 % auf hohem Niveau.
Trotz Fortschritten bleiben Krebserkrankungen eine der Hauptursachen für vorzeitige Todesfälle, insbesondere bei Lungen- und Verdauungstumoren. Insgesamt weist Portugal jedoch Überlebensraten auf, die über dem EU-Durchschnitt liegen.

