Es ist ein Relikt aus der Zeit vor dem Massentourismus: Die Vila Maria Izidra, eine Sommerresidenz im portugiesischen Stil in Quarteira, soll zum Monument von kommunaler Bedeutung erklärt werden. Die Stadtverwaltung von Loulé hat das entsprechende Verfahren offiziell eingeleitet, um das historische Anwesen an der Avenida Infante Sagres unter Schutz zu stellen.
Das Haus aus dem Jahr 1945 ist das letzte verbliebene Casa de Veraneio der ursprünglichen Strandpromenade, das der massiven Urbanisierung der Algarve trotzte. Während ringsumher Hotels und Apartmentblocks entstanden, blieb die Vila Maria Izidra mit ihrer charakteristischen Architektur, ihrer zentralen Dachterrasse (açoteia) und der originalen Inneneinrichtung aus den 1940er bis 1960er Jahren erhalten.
Die Initiative für die Unterschutzstellung ging von der Eigentümerin Maria Isidra Contreiras selbst aus. Ziel ist es, das Gebäude als Zeugnis des alten „Sommerviertels“ und der Zeit vor dem Tourismusboom für die Nachwelt zu bewahren. Die Stadtverwaltung Loulé unterstützt dies und betont die Bedeutung des Hauses für das kollektive Gedächtnis.
Auch in Praia da Rocha, Armação de Pêra oder in Monte Gordo wurden im Laufe der letzten Jahrzehnte praktisch alle Sommerresidenzen abgerissen, um Platz für Hotels und Apartmentblocks zu schaffen.

