Die Wasserversorgung und Abwasserbewirtschaftung in der Algarve können künftig vollständig aus öffentlichen Mitteln finanziert werden. Grundlage ist ein neues Abkommen zwischen der regionalen Programmbehörde „Algarve 2030“ und dem Umweltfonds, das diese Woche unterzeichnet wurde.
Umweltministerin Maria da Graça Carvalho erklärte bei der Vorstellung des Protokolls in Faro, die Vereinbarung beseitige eine „benachteiligende Situation“ für die Kommunen der Region: Bislang waren wegen fehlender Projektbündelung lediglich 45 % statt 60 % kofinanziert worden. Nun können Investitionen zu 100 % gefördert werden. Insgesamt sind derzeit 19 Projekte mit einem Volumen von mehr als 59 Mio. Euro in Vorbereitung, darunter Maßnahmen für Trinkwasserversorgung, Abwasserbehandlung und Wiederverwendung von Brauchwasser.
Carvalho betonte die Dringlichkeit der Maßnahmen angesichts von zwölf aufeinanderfolgenden Dürrejahren bis 2024. Dank stärkerer Regenfälle und Sparanstrengungen der Bevölkerung seien die sechs Stauseen der Region derzeit zu 72 % gefüllt – fast dreimal so viel wie im Vorjahr. „Die Wasserressourcen sind entscheidend für die wirtschaftliche Entwicklung und das Wohlbefinden in der Algarve“, so die Ministerin.

