Die Stadtverwaltung von Aljezur fordert gemeinsam mit fünf weiteren Kommunen „die sofortige Wiederaufnahme der Planung und des Baus des längst versprochenen Schnellstraßenprojekts IC4 sowie die umfassende Sanierung der Nationalstraße EN120“. Ziel ist es, die dringend benötigte Verbindung zwischen der Alentejo-Küste und der westlichen Algarve – insbesondere entlang der Costa Vicentina – deutlich zu verbessern.
Die Forderung erfolgt vor dem Hintergrund wachsender wirtschaftlicher Aktivität in der Region, etwa in den Bereichen Tourismus, Landwirtschaft und Kleinindustrie, und angesichts des schlechten Zustands der bestehenden Infrastruktur. Besonders die EN120 weist zahlreiche Schäden auf, wie etwa in der Gemeinde Odeceixe, was laut den Verantwortlichen ein erhöhtes Unfallrisiko bedeutet.
Trotz dieser Dringlichkeit bleibe das Projekt in der nationalen Infrastrukturplanung unberücksichtigt, kritisiert das Rathaus von Aljezur. Auch die kürzlich verabschiedete Regierungsresolution zur Raumordnung und territorialen Kohäsion (Nr. 69/2025 vom 10. März) vernachlässige die Straßenprojekte in der Region.
Die Bürgermeister von Aljezur, Odemira, Sines, Lagos, Vila do Bispo und Monchique forderten eine dringende Audienz beim Minister für Infrastruktur, die bislang nicht zustande kam. Nun fordert Aljezur in einer offiziellen Erklärung:
- den Protest gegen die Vernachlässigung der regionalen Straßenprojekte,
- die Unterstützung regionaler Institutionen wie AMAL und der CCDR Algarve,
- eine dringliche Besprechung mit dem Premierminister,
- sowie die Weiterleitung der Resolution an den Präsidenten der Republik, die Parlamentsfraktionen und die Medien.
Die Gemeinde Aljezur bezeichnet die jahrzehntelange Verzögerung als „Akt der Ungerechtigkeit“ und verlangt, dass das IC4-Projekt sowie die EN120-Sanierung endlich als nationale Priorität behandelt werden.

