Portugal erhält aus dem Solidaritätsfonds der Europäischen Union (EUSF) eine Vorauszahlung in Höhe von 65,37 Millionen Euro zur Bewältigung der Schäden durch die schweren Winterstürme, die das Land zwischen dem 22. Januar und 15. Februar 2026 getroffen haben. Die Europäische Kommission genehmigte die Zahlung nach einer positiven Prüfung des portugiesischen Antrags.
Die Sturmserie mit den Tiefdruckgebieten Kristin, Leonardo und Martaverursachte nach Angaben der EU-Kommission 18 Todesopfer sowie schwere Überschwemmungen und Erdrutsche. Besonders betroffen waren die Regionen Centro, Lissabon und Tejo-Tal sowie Alentejo. Tausende Wohnhäuser, Unternehmen und Infrastruktureinrichtungen wurden beschädigt oder zerstört, zudem kam es zu weitreichenden Ausfällen der Strom-, Wasser- und Telekommunikationsversorgung.
Die Gesamtschäden werden auf mehr als fünf Milliarden Euro geschätzt.
Bei der nun bewilligten Summe handelt es sich um eine Vorauszahlung. Über weitere Finanzhilfen aus dem EU-Solidaritätsfonds entscheiden anschließend das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union.

