Das Projekt „Plantar Água“ wird um weitere zwei Jahre verlängert. Träger ist die internationale Naturschutzorganisation World Wide Fund for Nature (WWF), unterstützt von der Coca-Cola-Stiftung. Ziel ist eine ganzheitliche Verbesserung des Wasserkreislaufs in der Algarve. Seit 2019 wurden auf 120 ha derSerra do Caldeirão Maßnahmen wie Aufforstungen mit heimischen Baumarten umgesetzt. In der neuen Phase soll die Pflege dieser Flächen fortgesetzt und zusätzlich 80ha degradierter Landflächen wiederhergestellt werden. Darüber hinaus fördert das Projekt die Grundwasserneubildung: Fünf natürliche Rückhaltebecken in Hochlagen werden installiert, zudem werden 35.000 einheimische Bäume und Sträucher gepflanzt. Die Gebirgskette im Hinterland der Algarve bildet eine wichtige Klimabarriere, die Niederschläge und die Wasserversorgung der gesamten Region maßgeblich beeinflusst. WWF Portugal schätzt, dass das Projekt im Jahr 2056, wenn der Wald ausgewachsen ist, jährlich bis zu 400 Millionen Liter Wasser durch natürliche Speicherung im Boden und in der Vegetation zurückgewinnen wird. Bereits in den kommenden Jahren erwartet WWF Portugal eine Grundwasserneubildung von etwa 5 Millionen Litern jährlich sowie eine Reduzierung des Wasserverbrauchs in der Landwirtschaft um 70 Millionen Liter pro Jahr. Zu diesem Zweck umfasst das Projekt Schulungen und technische Unterstützung für lokale landwirtschaftliche Betriebe, um die Effizienz der Bewirtschaftung zu steigern. Dabei werden kontrollierte Defizitbewässerung und weitere nachhaltige Anbaumethoden gefördert. „Großflächige ökologische Wiederherstellung ist eine der effektivsten Lösungen gegen die Klimakrise. Sie gibt der Natur zurück, was ihr gehört: Wasser, Biodiversität, gesunde Ökosysteme und Lebensräume. Projekte wie Plantar Água zeigen, dass naturbasierte Lösungen echten Nutzen für Mensch und Planet bringen können“, erklärt Ângela Morgado, Geschäftsführerin der WWF Portugal.

