Der aktuelle Jahresbericht der Europäischen Kommission prognostiziert eine herausfordernde finanzielle Zukunft für Portugal. Bis zum Jahr 2050 könnten rund 40 % der staatlichen Einnahmen aus Steuern und Sozialbeiträgen für die Finanzierung der Renten aufgewendet werden. Damit liegt Portugal europaweit an zweiter Stelle – direkt hinter Spanien.
Hauptursache ist der demografische Wandel: Die Bevölkerung altert, und das Verhältnis zwischen Erwerbstätigen und Rentnern gerät zunehmend aus dem Gleichgewicht.
Brüssel warnt vor weitreichenden Folgen – etwa für das Gesundheits- und Pflegesystem, den Wohnungsbau, die Bildung und die Forschung. Der schrumpfende finanzielle Spielraum werde laut Bericht „schwierige Kompromisse“ erfordern.
Die Kommission empfiehlt daher Maßnahmen zur Ausweitung des Arbeitskräfteangebots, um den künftigen Druck auf die Staatseinnahmen und die Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen abzumildern.

