Portugal könnte laut einer Analyse des Consultingunternehmens IPDT Tourismus Intelligence mehr deutsche Touristen gewinnen und somit bis zu € 500 Mio. an zusätzlichen Tourismuseinnahmen aus dem deutschen Markt erzielen. Hintergrund ist die wachsende Unsicherheit im Nahen Osten, die sichere Reiseziele wie Portugal begünstigt.
Nach Einschätzung des Instituts könnte Portugal rund 15 % jener deutschen Urlauber anziehen, die bislang Ziele im Nahen Osten bevorzugten. Das entspräche etwa 300.000 zusätzlichen Gästen und rund 2,4 Millionen Übernachtungen.
Portugal profitiere von seinem Image als sicheres Land, während sich durch die Instabilität im Nahen Osten touristische Ströme, Flugverbindungen und Reisekosten verändern.
Das IPDT empfiehlt unter anderem eine Stärkung der Flugverbindungen, eine effizientere Slot-Verwaltung sowie eine Aufwertung des Flughafens Porto. Gleichzeitig sollten stark frequentierte Regionen wie Lissabon und Algarve entlastet und andere Regionen stärker einbezogen werden.
Die zentrale Herausforderung liegt laut IPDT weniger in der Nachfrage als in deren ausgewogener und nachhaltiger Steuerung, sodass Infrastruktur, Wasser- und Energieressourcen nicht überlastet werden.

