Der portugiesische Innenminister Luís Neves hat sich bei Reisenden entschuldigt, die wegen langer Wartezeiten an den Grenzkontrollen ihren Flug verpasst haben und keine Entschädigung oder Unterstützung erhielten. Die Verzögerungen stehen im Zusammenhang mit der Einführung neuer EU-Grenzkontrollsysteme. Neves kündigte zugleich deutliche Verbesserungen an. An den Flughäfen werden zusätzliche Kontrollschalter und elektronische Gates eingerichtet, zudem sollen bis Anfang Juli insgesamt 360 Polizeikräfte zur Unterstützung eingesetzt werden. Allein am Flughafen Lissabon werden 140 zusätzliche Mitarbeiter erwartet. Die Regierung betont, dass die Situation künftig „deutlich besser“ sein werde, räumt jedoch ein, dass technische Probleme weiterhin möglich seien. Um überlange Wartezeiten zu vermeiden, wurde die Erfassung biometrischer Daten zeitweise ausgesetzt. Laut Regierung erfolgt dies im Einklang mit den EU-Vorschriften und ohne Beeinträchtigung der Sicherheit. Auch Infrastrukturminister Miguel Pinto Luz verwies darauf, dass ähnliche Probleme derzeit an mehreren europäischen Flughäfen auftreten. Nach Regierungsangaben haben sich die Wartezeiten bereits deutlich verkürzt. Besonders betroffen bleibt weiterhin der Flughafen Lissabon, aber auch in Faro bildeten sich in den vergangenen Wochen immer wieder lange Schlangen (ESA online berichtete).
Archivfoto: Barlavento

