Portugal stellt sich auf einen außergewöhnlich schwierigen Winter ein. Gesundheitsministerin Ana Paula Martins warnte vor einer „sehr großen Belastung“ des Nationalen Gesundheitsdienstes SNS – ausgelöst durch eine neue Grippevariante, die laut europäischen Gesundheitsbehörden zu einem der größten Herausforderungen der Saison werden dürfte. Auf einer Besuchsreise durch mehrere lokale Gesundheitszentren (ULS) – von der Guarda über die Cova da Beira bis nach Castelo Branco – erklärte Martins, dass die Krankenhäuser mit Winter- und Notfallplänen gut vorbereitet seien. Dennoch werde der Druck enorm: Neben zusätzlichen saisonalen Einsatzteams seien auch die präklinischen Notfalldienste verstärkt worden, insbesondere in ländlichen Regionen.
Gleichzeitig setzt das Ministerium auf eine massive Impfkampagne. Die Nachfrage nach Grippeimpfungen sei „sehr hoch“, besonders in Gesundheitszentren, Pflegeheimen und der Langzeitpflege. Portugal verzeichne aktuell „sehr, sehr hohe“ Impfquoten, doch die Ministerin appellierte eindringlich an alle Risikogruppen, sich weiterhin impfen zu lassen, um Notaufnahmen und Sterblichkeit zu verringern.
Derzeit stimmt sich das Gesundheitsministerium eng mit den ULS ab, um Kapazitäten für saisonale Erkrankungen, Notfallmanagement und die Koordination aller Versorgungsstufen zu stärken. Bei den Vor-Ort-Besuchen spricht Martins mit Führungsteams und Fachpersonal, um konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der klinischen Abläufe, der Personalressourcen und der Verzahnung zwischen Primär-, Krankenhaus- und Langzeitpflege zu entwickeln.

