Was als persönliche Erfahrung begann, ist heute ein internationales Erfolgsprojekt: Die 23-jährige Portugiesin Julieta Rueff gründete nach einem beängstigenden Vorfall in Barcelona das Startup FlamAid. Ihr Produkt – eine „Friedensgranate“ – soll Frauen in Gefahrensituationen schützen, ohne auf Gewalt zu setzen.
Die kleine, tragbare Sicherheitsgranate wird durch Ziehen eines Rings aktiviert und gibt einen 110-Dezibel-Alarm ab. Gleichzeitig sendet eine App GPS-Daten an zuvor ausgewählte Notfallkontakte, bei Bedarf auch direkt an die Polizei. Rueff wollte mit dem Design bewusst ein Symbol des Krieges in ein Zeichen des Schutzes und der Solidarität verwandeln.
Innerhalb von zwei Monaten erreichte FlamAid über zwölf Länder und schützte mehr als 600 Menschen. Nun wurde Rueff in die renommierte Forbes 30 Under 30 Europe-Liste 2025 in der Kategorie „Sozialer Einfluss“ aufgenommen. Für sie ist das nicht nur eine persönliche Anerkennung, sondern ein Schritt hin zu einer Gesellschaft, in der Sicherheit keine Frage des Geschlechts ist. Rueff sieht FlamAid nicht nur als Produkt, sondern als Bewegung für eine Kultur des Miteinanders – eine Friedensgranate im wahrsten Sinne des Wortes.

