Portugal hat zwischen November 2025 und Januar 2026 den zweitregenreichsten Dreimonatszeitraum seit dem Jahr 2000 erlebt. Nach Angaben des Portugiesischen Instituts für Meer und Atmosphäre (IPMA) zählt das laufende hydrologische Jahr 2025/26 bereits jetzt zu den niederschlagsreichsten der vergangenen 25 Jahre.
Seit Beginn des hydrologischen Jahres am 1. Oktober 2025 liegen die Niederschlagsmengen in den meisten Flussgebieten um das 1,5- bis 2-Fache über dem Normalwert. Landesweit war das Winterquartal außergewöhnlich nass: Es rangiert als siebtreichster Niederschlagszeitraum seit 1931 und als zweithöchster seit 2000.
Besonders auffällig war der Monat Januar. Eine Serie aufeinanderfolgender Atlantikstürme ließ die Regenmengen auf etwa das Doppelte des Monatsdurchschnitts ansteigen. Damit war es der zweitnasseste Januar seit 2000. In vielen Regionen erreichten die Werte 150 bis 300 Prozent des langjährigen Mittels, lokal sogar mehr.
In Distrikten wie Guarda, Coimbra, Leiria, Alcobaça und Faro wurden teils doppelt so hohe Niederschlagsmengen wie üblich gemessen. In Faro entsprach der Regen der vergangenen drei Monate bereits dem durchschnittlichen Jahreswert – ein Höchststand der letzten 25 Jahre. Zudem wurden neue Tagesrekorde unter anderem in Leiria, am Cabo Carvoeiro und in Moncorvo registriert. Ursache der anhaltenden Regenfälle ist laut IPMA eine dominante Westströmung, die feuchte Atlantikluft nach Portugal transportiert. Nach sechs überwiegend trockenen Jahren zwischen 2017 und 2023 markieren die jüngsten Winter eine deutliche Trendwende.
Auch das Gesamtjahr 2025 war außergewöhnlich nass: Mit 1.064,8 Millimetern Niederschlag lag es 30 Prozent über dem Klimamittel und war das drittnasseste Jahr seit 2000.

