Tourismusunternehmen und unabhängige Gästeführer fordern ein umfassendes Managementkonzept für den Küstenwanderweg 7 Vales Suspensos (7 hängende Täler) bei Lagoa. Sie warnen vor zunehmenden Umweltbelastungen und wachsenden Sicherheitsrisiken.
In einer gemeinsamen Erklärung kritisieren die Unterzeichner, dass der starke Besucherandrang nicht durch geeignete Schutz- und Lenkungsmaßnahmen begleitet werde. Überfüllte Wege, unkontrollierter Verkehr mit Fahrrädern und Pferden, chaotische Parksituationen sowie illegales Camping belasteten das Gebiet zunehmend. Hinzu kämen beschädigte Vegetation, Bodenerosion, Müll sowie Besucher, die gefährliche Bereiche an den Steilküsten und Dolinen betreten – teils unter Anleitung unqualifizierter Guides.
Nach Ansicht der Unternehmen gefährdet diese Entwicklung sowohl das Naturerbe als auch die Sicherheit der Besucher und beeinträchtigt die Qualität des touristischen Angebots. Langfristig könne das Ansehen der Algarve Schaden nehmen. Gefordert wird ein integrierter Managementplan mit Besucherlenkung, verstärkter Aufsicht, besserer Beschilderung, zusätzlicher Infrastruktur, der Sanierung der Wanderwege sowie Maßnahmen zum Schutz der Vegetation. Ziel sei nicht, den Zugang einzuschränken, sondern Naturschutz, Sicherheit und Tourismus in Einklang zu bringen.

