Der wachsende Flugtourismus könnte die Mieten in stark touristisch geprägten Regionen Portugals bis 2031 um durchschnittlich € 193 pro neuem Mietvertrag erhöhen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der europäischen Organisation Transport & Environment (T&E), an der auch die portugiesische Umweltorganisation Zero beteiligt war. Besonders betroffen seien einkommensschwache Haushalte.
Zudem warnt die Studie vor wirtschaftlichen Folgen: Weil Investitionen verstärkt in Immobilien statt in produktive Branchen flössen, könnten die Unternehmensinvestitionen jährlich um rund € 200 Mio. sinken. Die Überbetonung des Tourismus schwäche langfristig innovative Wirtschaftszweige und gefährde qualifizierte Arbeitsplätze.
Für Zero ist dies ein weiteres Argument gegen den geplanten Ausbau der Flughafenkapazitäten in Lissabon. Neben den bekannten Belastungen für Klima, Luftqualität, Lärm und Biodiversität verursache der wachsende Flugverkehr zunehmend auch soziale und wirtschaftliche Kosten. Statt auf immer mehr Passagiere sollte Portugal auf einen qualitativ hochwertigeren Tourismus mit längeren Aufenthalten, höherer Wertschöpfung und geringerem ökologischem Fußabdruck setzen.

