Macário Correia soll künftig das staatliche Unternehmen Aqua SA leiten, das für die Steuerung und Umsetzung der Projekte der Wasserstrategie „Água que Une“ verantwortlich ist. Die Gründung des Unternehmens zur Koordination der Wasserstrategie war bereits Anfang Oktober von der Umweltministerin in Aussicht gestellt worden.
Premierminister Luís Montenegro hob das „Vertrauen in die Umsetzungskraft und Fachkenntnis“ Correias hervor. Dieser war unter anderem Staatssekretär für Umwelt sowie Bürgermeister von Tavira und Faro.
Auch José Apolinário, Präsident der regionalen Entwicklungskommission CCDR Algarve, begrüßte die Entscheidung und sprach von einer „positiven Erwartung“. Er betonte die strategische Bedeutung des Themas Wasser für die Region und verwies auf Correias Einbindung in verschiedene regionale Gremien sowie Initiativen zur Stärkung der Wasserresilienz und Biodiversität.
Apolinário unterstrich zudem den breiten regionalen Konsens in der Wasserpolitik und forderte Kontinuität bei Investitionen. Wasser sei ein „kritischer Faktor“ für die Entwicklung, mit Auswirkungen auf den territorialen Zusammenhalt und die Bekämpfung der Abwanderung aus dem Hinterland. Die CCDR Algarve sehe sich daher als aktiver Partner bei der Umsetzung der Strategie, zu der auch Großprojekte wie die geplanten Staudämme von Alportel und Foupana gehören. Zugleich plädierte er für einen regionalen Wasserpakt mit Perspektive bis 2035, angelehnt an Beispiele wie Andalusien, um Investitionen zu planen, die Effizienz zu steigern und die Versorgung von Bevölkerung, Tourismus und Landwirtschaft langfristig zu sichern.
Auch die Regionalorganisation der PSD Algarve begrüßte die Personalie. Deren Vorsitzender Cristóvão Norte bezeichnete Correia als „die richtige Wahl“ und würdigte dessen Erfahrung in Verwaltung, Umweltpolitik und Wassermanagement.
Seit Macário Correia sich aus der Politik zurückgezogen hat, widmet er sich der Landwirtschaft und ist seit 2003 Vorsitzender des Verbandes der Bewässerungslandwirte der Ostalgarve (Associação de Beneficiários do Plano de Rega do Sotavento do Algarve).

