Die Formel 1 könnte bereits 2026 wieder im Süden Portugals gastieren. Wegen der angespannten Lage im Nahen Osten prüfen die Rechteinhaber Liberty Media und der Weltverband Fédération Internationale de l’Automobile derzeit Alternativen für den Rennkalender. Hintergrund ist die Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran, die zwei geplante Rennen gefährden könnte: den Bahrain Grand Prix am 12. April sowie den Saudi Arabian Grand Prix eine Woche später. Die Instabilität im Persischen Golf beeinträchtigt bereits die Logistik der Teams; Berichten zufolge musste etwa Scuderia Ferrari Transportwege kurzfristig anpassen.
Als Ersatzstrecken gelten derzeit vor allem das Autódromo Internacional do Algarve in Portimão sowie der Autodromo Internazionale Enzo e Dino Ferrari im italienischen Imola. Der Kurs an der Algarve, wegen seiner starken Höhenunterschiede oft als „Achterbahn“ der Formel 1 bezeichnet, besitzt die nötige FIA-Grad-1-Lizenz und hat mit den Rennen 2020 und 2021 erst kürzlich Grand-Prix-Erfahrung gesammelt.
Eigentlich war die Rückkehr der Königsklasse nach Portugal erst für 2027 vorgesehen. Sollte sich die geopolitische Lage jedoch weiter zuspitzen, könnte das Comeback um ein Jahr vorgezogen werden.
Eine Entscheidung über mögliche Kalenderänderungen erwartet die Formel-1-Organisation in den kommenden Wochen. Spätestens rund um den Japanese Grand Prix am 29. März könnte Klarheit herrschen. Falls die Rennen im Nahen Osten ausfallen, könnte Portugal bereits das vierte Saisonrennen 2026 ausrichten – bei weiterhin geplanten 24 Grand Prix im Kalender.

