Die Waldbrandgefahr in Portugal bleibt extrem hoch: Laut dem Portugiesischen Institut für Meer und Atmosphäre (IPMA) befinden sich derzeit über 100 Städte im Norden und Zentrum des Landes sowie sieben im Süden (Algarve) weiterhin in der höchsten Risikostufe. Besonders betroffen sind alle Städte der Distrikte Bragança und Guarda, sowie weite Teile der Distrikte Viseu, Vila Real, Castelo Branco und Faro. Weitere Orte mit maximaler Gefahrenstufe finden sich auch in den Distrikten Viana do Castelo, Braga, Porto, Coimbra, Santarém und Portalegre.
Über 50 weitere Städte in den Distrikten Faro, Beja, Portalegre, Castelo Branco, Santarém, Leiria, Coimbra, Aveiro und Porto werden mit der zweithöchsten Risikostufe („sehr hoch“) eingestuft. Rund 100 weitere Orte gelten aktuell als „erhöht gefährdet“, darunter große Teile des Alentejo sowie Städte in und um Lissabon, Leiria, Braga und Viana do Castelo. Lediglich neun Städte im Norden Portugals, darunter Porto, Matosinhos, Espinho, Vila Nova de Gaia und Esposende, weisen laut IPMA heute ein „reduziertes“ Risiko auf.
Der portugiesische Katastrophenschutz meldet, dass am Morgen über 3.200 Einsatzkräfte gegen die neun größten aktiven Waldbrände im Land kämpften. Besonders heftig lodern die Flammen aktuell in Arganil (Coimbra) und Satão (Viseu) – hier sind die meisten Ressourcen im Einsatz.
Das IPMA hat zudem für die Distrikte Bragança, Guarda, Castelo Branco, Portalegre, Évora, Beja und Faro eine orange Wetterwarnung wegen anhaltend hoher Temperaturen ausgesprochen. Trotz einer leichten Abkühlung, vor allem an der Westküste, bleiben die Temperaturen extrem hoch. Die Tageshöchstwerte erreichten heute von 22 °C in Viana do Castelo bis zu 41 °C in Évora
Portugal befindet sich seit dem 2. August im Alarmzustand wegen der Gefahr von Wald- und Flächenbränden. In diesem Jahr sind bereits über 139.000 Hektar Wald- und Naturflächen verbrannt – die Hälfte davon innerhalb von nur zwei Tagen. Insgesamt wurden bereits mehr als 6.229 Brände registriert, die meisten davon in den Regionen Norden und Zentrum des Landes.

