Christian Brückner, der Hauptverdächtige im Fall der verschwundenen fünfjährigen Madeleine McCann aus Praia da Luz im Jahr 2007, verbüßt seit 2019 eine Haftstrafe in Deutschland wegen eines Sexualdelikts, das ebenfalls in Praia da Luz verübt wurde. Im Fall Maddie konnte bisher keine Anklage gegen ihn erhoben werden.
Ursprünglich sollte seine Haftstrafe am 17. September enden, aber aufgrund einer ausstehenden Geldstrafe von € 1.446 wurde sie um weitere 56 Tage verlängert. Diese Geldstrafe wurde nun von einer anonymen Spenderin beglichen, wodurch sein ursprünglicher Entlassungstermin bestehen bleibt. Dies erhöht den Druck auf die Behörden, die bis dahin eine Anklage gegen ihn im Fall Maddie erheben müssen, um seine Freilassung zu verhindern.
In neuesten Interviews äußerte Brückner den Wunsch, nach Sylt zu ziehen, wo er in der Vergangenheit bekanntermaßen mit großen Mengen Cannabis gehandelt hat und wo es ihm eigenen Angaben zufolge gut gefallen hat. Früher hat er auch oft von einer Flucht in ein Land ohne Auslieferungsabkommen gesprochen, wo er anonym bleiben könnte. Sollte er diesen Plan in die Tat umsetzen und untertauchen, so kann er zukünftig selbst bei eindeutigen Beweisen nicht verurteilt werden.

