An den Flughäfen von Lissabon und Faro ist es am Sonntagvormittag zu erheblichen Verzögerungen bei den Grenzkontrollen gekommen. Nach Angaben der portugiesischen Polizei PSP lagen die Wartezeiten zeitweise „über dem gewünschten Niveau“, hätten sich später jedoch wieder normalisiert. Als Ursachen nannte die Polizei technische IT-Probleme sowie ein außergewöhnlich hohes Flugaufkommen. Besonders am Flughafen Humberto Delgado in Lissabon berichteten Reisende in sozialen Netzwerken von chaotischen Zuständen und Wartezeiten von mehr als zwei Stunden. Die PSP erklärte, gemeinsam mit dem Flughafenbetreiber ANA Aeroportos de Portugal daran zu arbeiten, die Abfertigung zu beschleunigen. Gleichzeitig müsse jedoch die Sicherheit an den Grenzen sowie im gesamten Schengen-Raum gewährleistet bleiben. Bereits am Samstag war es am Flughafen Lissabon zu langen Schlangen und Wartezeiten von über einer Stunde gekommen. Auch da wurden technische Probleme im Zusammenhang mit den Grenzkontrollen als Ursache genannt.
Die aktuellen Schwierigkeiten stehen erneut im Zusammenhang mit dem europäischen Einreise- und Ausreisesystem EES (Entry/Exit System) der EU. Das System zur Kontrolle von Drittstaatsangehörigen war im vergangenen Jahr in Portugal zeitweise ausgesetzt worden, nachdem es wiederholt zu erheblichen Verzögerungen gekommen war. Seit Anfang 2026 ist das System erneut in Betrieb und soll schrittweise EU-weit vollständig eingeführt werden.
Archivfoto: Barlavento

