Zwischen dem 1. Januar und dem 22. September 2025 wurden in Portugal rund 34.000 Hektar geschützter Naturflächen durch Waldbrände vernichtet. Besonders betroffen waren der Naturpark Serra da Estrela (9.302 ha) und der Naturpark Douro Internacional (9.199 ha), die gemeinsam mehr als die Hälfte der verbrannten Fläche ausmachen. Am stärksten betroffen war jedoch die geschützte Landschaft der Serra do Açor, wo 93,9 % der Gesamtfläche den Flammen zum Opfer fielen. Auch in weiteren Schutzgebieten wie dem Nationalpark Peneda-Gerês (5.909 ha) oder dem Naturpark Alvão (1.700 ha) wurden erhebliche Schäden registriert.
Laut dem Institut für Natur- und Waldschutz (ICNF) wurden besonders wertvolle Ökosysteme wie Kiefernwälder, Eichenwälder, Weidenauen und Heideflächen zerstört. Diese sollen nun im Rahmen der Sonderprogramme für Schutzgebiete (PEAP) priorisiert renaturiert werden. Obwohl die meisten PEAPs noch in der Ausarbeitung sind, will das ICNF künftig spezifische Interventionszonen einrichten – besonders in Gebieten wie dem Alvão oder dem Douro Internacional –, um gezielte Maßnahmen zur Wiederherstellung der Ökosysteme umzusetzen.

