Portugal erlebt 2025 eines der katastrophalsten Jahre im Hinblick auf Waldbrände. Bis zum 31. August wurden landesweit 7.046 Feuer registriert, die insgesamt rund 254.000 Hektar Land verwüsteten. Damit ist 2025 laut dem System zur Integrierten Verwaltung ländlicher Brände (SGIFR) das drittschlimmste Jahr aller Zeiten, was die abgebrannte Fläche betrifft – übertroffen nur von 2003 (421.000 ha) und 2005 (308.000 ha).
Obwohl die Gesamtzahl der Brände unter dem historischen Durchschnitt liegt, fällt der enorme Flächenverlust ins Gewicht. Besonders betroffen sind die Regionen Nord- und Zentralportugals. Der größte Brand ereignete sich in Arganil, wo zwischen dem 13. und 24. August über 65.000 Hektar zerstört wurden, gefolgt von einem Großbrand in Trancoso mit 55.000 Hektar.
Insgesamt wurden 35 Großbrände mit mehr als 500 Hektar Fläche verzeichnet – das sind lediglich 0,5 % aller Feuer, sie machen jedoch 92 % der gesamten verbrannten Fläche aus. Erschreckend ist, dass 17 % dieser Großbrände nachts zwischen 22 Uhr und 6 Uhr ausbrachen, was die Bekämpfung deutlich erschwert. Die betroffenen Flächen bestanden überwiegend aus Busch- und Graslandschaften (69 %), gefolgt von Waldgebieten (22 %) und Agrarflächen (9 %). Besonders stark betroffen waren privat bewirtschaftete Flächen, während in staatlich verwalteten Arealen wie ZIFs oder AIGPs „nur“ 94.000 Hektar brannten.
Die CO₂-Emissionen durch die Brände werden auf rund 3,3 Millionen Tonnen geschätzt – ein erheblicher Anteil angesichts der nationalen Jahresemissionen von rund 15 Millionen Tonnen.

