Nach der massenhaften Ankunft von Migranten aus Marokko in der spanischen Exklave Ceuta haben die portugiesische Marine und die Polícia Marítima die Überwachung der Seegrenze in der Algarve verstärkt. Gemeinsam mit der Küsten- und Grenzkontrolleinheit (UCCF) der GNR finden entlang der Küste tägliche Patrouillen zu Wasser und an Land statt. Ziel der Maßnahmen ist es, Boote aufzuspüren, die mit irregulärer Migration oder anderen illegalen Aktivitäten in Verbindung stehen könnten. Die Behörden rufen die Bevölkerung zudem auf, verdächtige Beobachtungen umgehend der Seenotleitstelle in Lissabon oder der örtlich zuständigen Polícia Marítima zu melden. Ministerpräsident Luís Montenegro sprach sich unterdessen gegen eine Aussetzung der Schengen-Regeln aus. Stattdessen setzt die Regierung auf eine verstärkte Kontrolle der See- und Landgrenzen im Süden Portugals sowie auf die konsequente Umsetzung der Vorgaben des EU-Migrations- und Asylpakts.
In Ceuta waren seit Donnerstag schätzungsweise 60.000 Menschen aus Marokko eingetroffen. Nach Angaben der spanischen Behörden kehrten inzwischen mehr als 48.300 Migranten freiwillig nach Marokko zurück.

